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Verhaltensregeln



Die linke Hand gilt als unrein und sollte niemals zur Begrüßung gereicht werden. Nehmen Sie etwas entgegen
oder übergeben Sie etwas, sollten Sie ebenfalls nie die linke Hand dafür benutzen. Es ist verpönt, auf jemanden mit gestrecktem Zeigefinger zu deuten oder ihn mit gekrümmtem Finger heranzurufen. Der Fuß ist das unedelste Körperteil und sollte, zum Beispiel beim Sitzen, einem anderen Menschen nicht entgegengestreckt werden.


Beim Betreten von Tempelanlagen ist auf angemessene Kleidung zu achten ( lange Hosen, Schuhe ). Kurze
Hosen und/oder Röcke sind ebenso nicht angebracht wie knappe Tops bei Frauen oder Muskelshirts bei Männern. Am besten immer einen Sarong, bei dem Besuch von Tempelanlagen und heiligen Stätten mitbringen. Zum einen erspart man sich die Peinlichkeit, eventuell nicht hineingelassen zu werden, zum anderen muß man sich den Sarong, sofern möglich, nicht für Geld vor Ort leihen.


Man sollte aber auch außerhalb von religiösen Stätten, nicht zu freizügig herumlaufen, zumindest nicht außerhalb von Stränden und Schwimmbädern. Man wird, wenn man darauf achtet, auch nicht sehr
viele Balinesen in kurzen Hosen herumlaufen sehen.

Aufgrund eines alten Gesetzes ist Frauen während der Menstruation der Zugang zu Tempelanlagenuntersagt. Nacktbaden "oben ohne" ist verboten und gilt als unhöflich.

Umgangsformen

Balinesen sind gastfreundlich und legen großen Wert auf gute Umgangsformen. Bevor sie jemanden fotografieren,
sollten Sie ihn um Erlaubnis bitten ( die er kaum verweigern wird ). Ein kurzes Nicken oder Lächeln räumt viele Hindernisse aus dem Weg. Natürlich fühlen sich die Menschen in ihrer Intimsphäre verletzt, wenn man sie z.B. beim Baden im Fluß fotografiert.

In den typischen Touristengebieten im Süden der Insel sind die Balinesen toleranter mit ihrer Einstellung
und gehen etwas entspannter mit diesen Dingen um. Das sie an das Verhalten mancher Touristen gewohnt sind, heißt aber nicht das man es nicht wenigstens versuchen sollte, die Grundlegenden Umgangsformen zu beherzigen.

Laufen Sie nicht vor den Betenden herum und besteigen Sie keine Tempel- und Schreinmauern. Wenn sie in
einem Tempel fotografieren in dem gerade gebetet wird, sollte man das ohne Blitz tun. Unterhaltungen sollten möglichst leise vonstatten gehen, um die betenden nicht zu stören.

In heiligen Quellen darf auf keinen Fall gebadet werden. Sollten sie es doch nicht lassen können, kann das
sehr teuer werden, da dann eine aufwändige Reinigungszeremonie notwendig wird.


Man sollte niemals einheimischen Kindern über den Kopf streichen. Der Kopf gilt als rituell reinstes
Körperteil und darf von Fremden nicht angefasst werden.

Bei Problemen mit Behörden, der Polizei oder den Reiseorganisationen sollte man sich mit Geduld wappnen.
Schimpfen und Gestikulieren führen zu Gesichtsverlust. Mit einer freundlichen Verhandlungsstrategie kommt man schneller zum Ziel. Wenn der Beamte sich doch allzu lange mit ihrem Pass oder den Zollformalitäten beschäftigt und es droht das sie ihren Flug verpassen, kann auch mal ein kleines Trinkgeld helfen. Dieses sollte aber auf jeden Fall äußerst diskret angeboten werden.


Drogenbesitz, -konsum und -handel unterliegen schweren Strafen. Schlimmstenfalls droht sogar die
Todesstrafe. Das gilt auch für Ausländer und selbst die Botschaften können da oft nicht mehr helfen. Dennoch kann man billige Drogen immer wieder ( besonders auf Bali ) angeboten bekommen. Gehen sie auf keinen Fall auf Treffs für so einen Deal ein.

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