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Steinmetzkunst
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Ursprünglich betrachtete man auf Bali jegliche künstlerische Betätigung als
Pflicht und Arbeit im Auftrag der Götter, während sich heute Kunst und Kommerz die Hand geben. Zum Glück ist die Bildhauerei eine der wenigen Künste
auf Bali, die sich nur schlecht von der Souvenirindustrie beeinflussen und verwerten läßt
und daher weitgehendst noch ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat.
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Statue im Affentempel von Ubud |
Kleiner Schutzpatron des
Hauses |
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Schon bei der Ankunft im Flughafen von Denpasar fällt dem Besucher die mehr als
großzügige Ausstattung des Flughafengebäudes mit steinernen Schmuckornamenten auf. Bei der Besichtigung
balinesischer Tempel wird man dann geradezu geblendet von der verschwenderischen und doch harmonischen Fülle an Reliefs,
Steinfiguren, Arabesken und anderen Schmuckelementen. Von besonderer Bedeutung ist bei den Zierornamenten das
alt-indische Hakenkreuz, das man in jedem balinesischen Tempel antrifft und das als Symbol für Glück,
Fruchtbarkeit und Wohlstand gilt. In den balinesischen Tempeln findet der Besucher zwar unzählige fantasievolle, in Stein gehauene
Bildnisse von Hexen und Dämonen, die unheilbringende Wesen abschrecken sollen, er sucht aber vergeblich nach
bildhaften Darstellungen von Göttern. Die Balinesen verehren die Götter nicht
nur als Wesen an sich, sondern auch als geistige Mächte.
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In ganz Bali gibt es geschickte Künstler in unzähligen Steinmetzwerkstätten.
Batubulan kann man als das Zentrum der balinesischen Steinmetzkunst bezeichnen. Das Hämmern der Steinmetze ist
vermutlich das erste Geräusch, das der Besucher in Batubulan hört. Hier beherbergt fast jedes Haus eine Werkstatt, in
der kunstfertige und geschickte Menschen ihrer
Arbeit nachgehen. In zahllosen Kleinbetrieben kann man sie bei der Fertigung von
mythologischen und religiösen Figuren oder phantasievollen modernen Formen bewundern, sichtlich unbeeinflußt
von dem ständig vorbeieilenden Verkehr auf der belebten Hauptstraße. Immer wieder verspürt man den Drang,
solche Kunstwerke mit nach Hause zu nehmen, wird dann aber meist von derem beachtlichen Gewicht gebremst. Ein
steinerner Garuda würde einen westlichen Vorgarten zwar optisch erheblich aufwerten, der Transport solcher
Kunstwerke erweist sich jedoch als sehr unhandlich und kostspielig, und sie sind sicher nicht als Fluggepäck geeignet.
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Monumentale Statue am Eingang des Art-Centers
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Der Name "Batubulan" selbst bedeutet "Mondstein", Balis
allgegenwärtigem grauen vulkanischen Tuffstein, auch Paras genannt, der aus den Flußufern und Schluchten gebrochen wird. Paras wird als
Skulptur- und Baumaterial verwendet und ist wegen seiner weichen Beschaffenheit sehr leicht zu bearbeiten. Dieser
vulkanische Tuffstein ist zwar ein ausgezeichneter Werkstoff, zersetzt sich jedoch infolge der hohen Luftfeuchtigkeit
des balinesischen Tropenklimas sehr schnell. Moose und Flechten, die die Statuen überziehen, tragen ebenfalls zur
Verkürzung ihrer Lebensdauer bei. Da es für die Balinesen aber traditionell eine moralische Verpflichtung ist, die
Tempel immer instand zu halten, ist ein fortwährender Bestand des Steinmetzkunsthandwerks gesichert. Aus
Kosten- gründen
werden heute bereits viele Schmuckornamente für die Tempel aus aus Zement hergestellt.
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Statue im Denpasar Art Center
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Statuen und Orchideen
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Wer möchte, kann in den Geschäften entlang des Jalan Bypass Ngurah Rai und in
der Jimbaran Gallery in Südbali eine beachtliche Ansammlung von sehenswerten Steinmetzarbeiten aus ganz Bali
bewundern.
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