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Die Gamelan-Instrumente
Die verschiedenen Instrumentengruppen des Gamelan-Orchesters haben
unterschiedliche Aufgaben. Neben den den Rhythmus vorgebenden Trommeln gibt es Instrumente,
die melodietragende, interpunktierende und umspielende Rollen haben.
Kendang (Trommeln)
Sie bestimmen den Grundrhythmus und folgen den Bewegungen der Tänzer oder
Wayang Kulit-Puppen. Da die Trommel die Aufgabe eines Dirigenten übernimmt, darf sie
nur von geübten, erfahrenen Musikern gespielt werden. Die wichtigsten Trommeln sind
Kendang gending, Kendang ketipung und Kendang
ciblon.
Slenthem
Große flache Bronzeklangstäbe schweben an Seilen über Bambusresonatoren und
werdendurch die Schläge eines Holzschlegels mit stoffbeschichtetem Kopf zum Klingen
gebracht.
Saron peking
Von links nach rechts ansteigende Bronzeklangstäbe, die auf einem ausgehöhltem
Holzblock liegen. Man benutzt zum Spielen einen leichten Hammer aus Horn.
Saron barung
Sieht aus wie das Saron
peking, klingt aber eine Oktave tiefer und spielt mit
dem Saron demung die Hauptmelodie. Man schlägt es mit einem Holzhammer. Das Saron demung sieht
aus wie das Saron barung, ist aber noch eine Oktave tiefer.
Gongs
Bronzegongs in den Stimmungen hoch, mittel und tief sind das Herz des
Gamelan-Orchesters. Sie werden mit gepolsterten Schlegeln, Stöcken oder der geballten Faust
geschlagen, um nachklingende Töne zu produzieren, die die Melodie der anderen Instrumente noch
mehr hervorheben. Die Bronze alter Gongs wird auch zur Herstellung von neuen Gongs
verwendet. Der größte und tiefste Gong ist mit einem Durchmesser von mindestens 90 cm der
Gong ageng, etwas kleiner der Gong suwukan.
Bonang
Bongan sind kleine, in hölzernen Rahmen aufgehängte Kessel. Beim Bonang
barung,
der über einen Tonumfang von zwei Oktaven verfügt, liegen die runden, flachen, mit
kleinen Kuppen versehenen Bronzeklangkörper in zwei Reihen nebeneinander. Die erste Reihe umfaßt
die tiefe Töne, die zweite die hohen. Das Bonang panerus ist etwas kleiner und eine
Oktave höher, als das Bonang barung und spielt mit diesem zusammen Abwandlungen der Hauptthemen.
Kenong
Kenong sind Kesselgongs, die auf Seilen liegen, welche über ein verziertes
Holzgestell gespannt wurden. Geschnitzte Pelawah ( Instrumentenständer ) werden für jedes Orchester
speziell angefertigt. Bambusresonatoren verstärken die bronzenen Klangkörper. Die Töne
des Kenong wechseln sich ab mit denen des Kempul, Kethuk und
Kempyang, die sich jeweils
durch dunklere bzw. hellere Klangfarben unterscheiden.
Gender barung
Das Gender barung sieht aus wie das dem
Slenthem, sein Tonumfang umfaßt aber
zweieinhalb Oktaven. Es ist ein schwierig zu spielendes Instrument mit einem wunderschönen
betörendem Klang. Das Gender panerus ist etwas kleiner und eine Oktave höher.
Rebab
Die Rebab ist ein zweisaitiges, langes Streichinstrument mit einem gewölbten
Resonanzkörper. Dieser wird von einer dünnen Tierhaut überspannt, auf der der Steg befestigt
wurde. Gespielt wird die Rebab mit einem Bogen, der von der Hand des Musikers unter Spannung
gehalten wird. Die Töne sind ähnlich den Tönen einer Geige. Sie ist das am schwierigsten zu
spielende Instrument des Gamelanorchesters.
Suling
Suling sind Bambusflöten verschiedener Stärken und Längen. Die Spieler
benutzen eine besondere Atemtechnik, um einen kontinuierlichen Klangfluß zu erzeugen.
Tilempang
Das Tilempang sieht aus und klingt wie eine Art Zither.
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