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Pura Penataran Sasih

 

Mond von Bali im Tempel Pura Pejeng...

 

In Pejeng, einem kleinen Dorf östlich von Ubud, liegt direkt an der Hauptstraße der Tempel Pura Penataran Sasih, in dem sich der größte aus einem Stück gegossene und erhaltene vorgeschichtliche Bronzegong der Welt befindet, der Mond von Pejeng. Penataran bedeutet soviel wie Versammlungshalle und Sasih ist ein altes Wort aus der Kawi-Sprache für Mond. Zwei große mystische Steinfiguren bewachen den Eingang dieses Tempels.

Der wunderschön ausgearbeitete Bronzegong wird in einem ca. 6 m hohen Turm aufbewahrt. Leider kann man die Ornamente von unten sehr schlecht erkennen. Er hat einen Durchmesser von ca. 1,40 m und soll aus dem 3. Jahrhundert vor Christus stammen. Über seine Herkunft und seine Bedeutung weiß man nicht allzu viel. Er ähnelt einer Trommel aus der chinesischen Han-Dynastie, die acht darauf eingeprägten Gesichter und hinduistischen Symbole weisen jedoch auf indonesischen Ursprung hin.

Um den Mond von Pejeng ranken sich viele Legenden. Die Balinesen glauben, daß er ursprünglich einer von dreizehn Monden am Himmel und eines der sieben Häuser der Mondgöttin Sanghyang Ratih war, eines Tages aber heruntergefallen und in den Ästen eines alten Kambodja-Baumes im Tempelhof von Penataran Sasih hängengeblieben sei. Das Licht des Mondes störte einen Dieb, der gerade damit beschäftigt war, aus dem Tempel wertvolle heilige Gegenstände zu stehlen. Wütend stieg dieser auf den Kambodja-Baum und spuckte den Mond an. Da erlosch das Mondlicht, der Mond zerplatzte, stürzte hinunter zur Erde und begrub den Dieb unter seiner schweren, glühenden Zentnerlast.


Am nächsten Morgen fand ein Priester den Mond und den Dieb. Man ließ daraufhin einen
Turm erbauen, in dem man das Geschenk des Himmels aufgewahrte. Seit dieser Zeit besitzt die Mondgöttin Sanghyang Ratih nur noch sechs Häuser. Das ist auch der Grund, warum das Jahr jetzt nur noch in zweimal sechs Monate aufgeteilt ist. Und niemals mehr hat ein Dieb versucht, ein zweites Mal im Tempel einzubrechen, aus Angst, die Mondgöttin könnte nochmals eines ihrer Häuser herunterwerfen.

Eine zweite Geschichte erzählt, das der Riese Kebo Iwo, der auch als Architekt der Elefantengrotte Goa Gajah und der Königsgräber von Gunung Kawi bekannt ist, den Gong als Ohrschmuck getragen und irgendwann verloren hat

 

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Den Balinesen ist der Mond von Pejeng heilig, und sie legen oft kunstvoll geschmückte Opfergaben vor der Bronzetrommel nieder. Einmal im Jahr - an Vollmond etwa zwei Wochen vor Nyepi, dem balinesischen Neujahr - findet im Pura Penataran Sasih ein großes, farbenprächtiges Tempelfest statt.

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