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Die Vulkane von Bali und Lombok

 

Ruinen in den Lavafeldern des Gunung Batur

 

Bali und Lombok liegen in einer der geologisch aktivsten Regionen der Erde, am Rand des großen pazifischen Feuerrings. Sie gehören zu einer Kette von Vulkaninseln, die sich etwa 3.500 Kilometer von Sumatra bis Flores erstrecken und das Gebiet markieren, wo sich die australische Kontinentalplatte jedes Jahr um sechs Zentimeter weiter unter die eurasische Platte schiebt. Die Vulkane von Bali und Lombok haben die Entwicklung der Gesellschaftssysteme auf den Inseln beeinflusst und spielen immer noch eine wichtige Rolle in der Kultur der Inselbewohner.

Aus der Luft betrachtet liegen der Gipfel des Agung (3.142 m) und der Batur-See in einem spektakulären Krater, der vor über einer Million Jahren entstand, als die Spitze des Berges durch eine Explosion von im Erdinneren angesammelter glühender Magma weggeblasen wurde.

 

 

Der Tamblingan-See liegt in einem alten Krater, in dem seit seiner Entstehung jüngere Vulkane wie der Gunung Lesong (1.860 m) wuchsen und alle Spuren des südlichen Randes verdeckten. Tiefe Schluchten und steile Bergrücken prägen das Landschaftsbild von Nord- nach Südbali und erschweren die Reise von Ost nach West. Deshalb entwickelte sich die traditionelle balinesische Gesellschaft entlang den Flußtälern und in den Küstenebenen.

Vulkanische Aktivitäten wie beispielsweise die Ablagerung von Magma verursachten gravierende Veränderungen der Landschaft. Als besonders drastisch und radikal erwies sich die Veränderung beim großen Ausbruchs vom Gunung Batur (1.717 m) im Jahre 1926. Der Vulkan ist auch heute immer noch aktiv, kleine Stücke geschmolzener Steine und Asche werden regelmäßig ausgeworfen.

Andere große Ausbrüche waren z.B. der des Gunung Rinjani im Jahre 1901 und des Gunung Agung 1963. Letzterer verursachte weitgehende Verwüstungen und Not.

 

 

Blick auf den Vulkan Gunung Batur

 

 

 

 

Verlauf der Vulkanketten in Südostasien

 

 

 

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs feierten die Balinesen in ihrem heiligen Zentraltempel Pura Besakih gerade ihr 100jähriges Tempel- fest. Für die frommen Hindus war es ein Zeichen Gottes, daß alle Menschen, die während des Vulkanausbruchs im Tempel Zuflucht gesucht hatten, unverletzt blieben, denn der glühende Lavastrom verschonte den Tempel und bahnte sich einen anderen Weg. Mehr als 2.000 Menschen kamen damals um.

Fruchtbare Reisfelder werden von den Bächen des Gunung Rinjani auf der Insel Lombok bewässert. Die Erde ist reich an Mineralien und Silikaten. Die Linie der Vulkangipfel entlang Bali und Lombok ist der auffälligste Teil der Inseln. Von beinahe jedem Ort der Inseln aus kann man einen dieser Berge sehen. Die Kombination von vulkanischer Erde und ausgiebigen Regenfällen schuf ein besonders fruchtbares Ackerland.

Der Gunung Rinjani ist mit 3.726 Metern Indonesiens zweithöchster Berg. In seinem Krater bildete sich der in seiner Schönheit einzigartige Kratersee Danau Segara Anak, aus dem der kleine, immer noch aktive Vulkan Gunung Baru herausragt.

Die Südküste von Nusa Penida entstand durch alte Korallenriffe, die sich durch vulkanische Aktivitäten über den Meeresspiegel hoben.

 

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