Zum Zeitpunkt des
Ausbruchs feierten die Balinesen in ihrem heiligen Zentraltempel Pura Besakih gerade ihr
100jähriges Tempel- fest. Für die frommen Hindus war es ein Zeichen Gottes, daß alle Menschen, die
während des Vulkanausbruchs im Tempel Zuflucht gesucht hatten, unverletzt blieben, denn der
glühende Lavastrom verschonte den Tempel und bahnte sich einen anderen Weg. Mehr als
2.000 Menschen kamen damals um.
Fruchtbare Reisfelder werden von den Bächen des Gunung Rinjani auf der Insel
Lombok bewässert. Die Erde ist reich an Mineralien und Silikaten.
Die Linie der Vulkangipfel entlang Bali und Lombok ist der auffälligste Teil
der Inseln. Von beinahe jedem Ort der Inseln aus kann man einen dieser Berge sehen. Die Kombination
von vulkanischer Erde und ausgiebigen Regenfällen schuf ein besonders fruchtbares Ackerland.
Der Gunung Rinjani ist mit 3.726 Metern Indonesiens zweithöchster Berg. In
seinem Krater bildete sich der in seiner Schönheit einzigartige Kratersee Danau Segara
Anak, aus dem der kleine, immer noch aktive Vulkan Gunung Baru herausragt.
Die Südküste von Nusa Penida entstand durch alte Korallenriffe, die sich durch
vulkanische Aktivitäten über den Meeresspiegel hoben.